„Altes Haus sucht Zukunft!“ – eine Initiative der Stadt Burg wird im Jahr 2017 fortgesetzt

Warum tut die Stadt das?

Wer offenen Auges durch die Burger Altstadt geht, dem fällt auf, wie groß der Anteil der bereits sanierten Gebäude ist. Viele neue Fassaden, neue Nutzungen zeugen von der großen Investitionsbereitschaft und dem Fleiß der Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Und gerade jetzt fallen all jene Gebäude besonders ins Augenmerk, deren Zukunft noch offen ist. Es gibt immer noch einen Anteil an Gebäuden, die seit 10 bis 20 Jahren leer stehen, an deren baulicher Substanz bisher nichts gemacht wurde. Einige Objekte waren schon soweit geschädigt, dass sie abgebrochen werden mussten. Bereits seit einiger Zeit steht das Sachgebiet Stadtplanung-Städtebauförderung im Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen der Stadtverwaltung mit einigen Eigentümern unsanierter Gebäude der Altstadt in Verbindung. Jedes Gebäude oder Objekt hat seine eigene Geschichte und Besonderheiten. An dieser Stelle unterstützt die Stadt Burg mit der zweiten Auflage dieser Aktion Altes Haus sucht Zukunft!“ mitwirkungswillige Eigentümer.

Was haben wir bisher erreicht?

An der ersten Initiative im Jahr 2016 haben insgesamt acht Objekte teilgenommen, von diesen haben sechs einen neuen Eigentümer gefunden. Ein toller Erfolg. Ein Haus musste wegen statischer Probleme abgerissen werden. 

Wir machen weiter!

Mit der zweiten Auflage dieser Initiative möchte die Stadt, an die Erfolge anknüpfen und wieder in Abstimmung mit den Eigentümern, auf die noch leerstehenden Objekte hinweisen und aktiv für die Zukunft der Gebäude werben. Mit dieser Absicht sind erneut 35 Eigentümer unsanierter Gebäude aus dem Sanierungsgebiet angeschrieben und nach ihren Überlegungen und Vorstellungen zur Sanierung des Gebäudes befragt worden. Sofern eine Verkaufsbereitschaft der Eigentümer erklärt wurde, hat die Verwaltung ein Exposé erstellt. Auf Anregung des Bau– und Umweltausschusses des Stadtrates wird die Aktion „Altes Haus sucht Zukunft!“ auch über die Grenzen des Sanierungsgebietes hinaus ausgedehnt, sofern sich die Eigentümer daran beteiligen.

Ist das eigentlich schwierig?

Unzählige Gespräche mit unterschiedlichen Eigentümern und Behörden haben Mitarbeiter des Sachgebietes bereits geführt. Es sind selten nur einfach die wirtschaftlichen Voraussetzungen bei den Eigentümern, wie man im ersten Anlauf vermuten würde. Oft sind es auch Erbengemeinschaften, die sich nicht einig werden können oder Eigentümer aus anderen Regionen. Eine Herausforderung sind auch immer wieder Eckbebauungen. Mit jedem Jahr Leerstand wird die bauliche Sanierung der Objekte schwieriger. Die energetischen Anforderungen an die sanierte Bausubstanz tun ein weiteres dazu. Und wenn ein Interessent da ist, muss das Gebäude auch noch zu der beabsichtigen Nutzung passen und das ist oft nicht der Fall. Mal sind die Decken niedrig, die Fachwerkbalken an der falschen Stelle, die Auflagen des Denkmalschutzes erscheinen unbequem, zu teuer usw.. Aber einfach aufgeben will die Stadt nicht und hat deshalb die Initiative „Altes Haus sucht Zukunft!“ ins Leben gerufen, um verkaufswillige Eigentümer zu unterstützen. Dieses wird nun fortgesetzt.

Wie geht das?

In einer Aktion über mehrere Wochen werden die neuen Objekte wieder in den Tages– und Wochenzeitungen sowie den Anzeigeblättern vorgestellt. Gleichzeitig werden alle Objekte, die an der Aktion beteiligt sind, mit ihrem Exposé auf der Internetseite der Stadt vorgestellt. Nach Einverständnis der Eigentümer wird an den Häusern der Initiative im Sanierungsgebiet auf Kosten der Stadt ein Banner, welches auf die Initiative hinweist, befestigt. Somit erfährt die Öffentlichkeit von der Verfügbarkeit der Objekte und es können über die Stadtverwaltung Kontakte geknüpft werden.

Ich mach mit – An wen kann ich mich wenden?

Als Ansprechpartnerin für die Aktion „Altes Haus sucht Zukunft!“ steht den Eigentümern und Interessenten Frau Bernewitz aus dem Sachgebiet Stadtplanung-Städtebauförderung (Tel: 03921 / 921 508) zur Verfügung und wird hinsichtlich notwendiger Kontakte und Genehmigungen beratend aktiv.

Objekte

Brüderstraße 38

Das beidseitig eingebaute Wohn- und Geschäftshaus (Vorderhaus) befindet sich auf der südlichen Seite der Brüderstraße schräg gegenüber des Ärztehauses Brüderstraße 8.




Brüderstraße 50

Zu diesem Grundstück gehören 2 straßenbegleitende Gebäude und 3 Gebäude im Hofbereich. Das Grundstück befindet sich auf der südlichen Seite der Brüderstraße unmittelbar neben dem Roland Gymnasium Burg. Das Erdgeschoss beider Vordergebäude ist derzeit vermietet. Die mittige Tordurchfahrt ermöglicht die Nutzung des Hofes für Stellplätze.




Kapellenstraße 31

Das einseitig angebaute Wohnhaus befindet sich auf der östlichen Seite der Kapellenstraße neben der Einfahrt zum Paasche-Gelände. Es steht seit ca. 15 Jahren leer.




Magdeburger Straße 8

Das Eckhaus zum Kaiterling ist ein ehemaliges Wohnhaus und ist in einem schlechten baulichen Zustand. Als verputzter Fachwerkbau nimmt das Gebäude durch seine Größe und der exponierten Lage als Eingangssituation zum Rolandplatz eine städtebauliche Sonderstellung ein.




Zerbster Straße 5

Das Eckhaus befindet sich auf der östlichen Seite der Brüderstraße/ Ecke Zerbster Straße.

Es ist beidseitig angebaut und seit über 20 Jahren leerstehend. Das Grundstück ist herrenlos, der Verzicht auf Eigentum ist im Grundbuch eingetragen.




Brüderstraße 1

Das beidseitig eingebaute Wohnhaus befindet sich auf der östlichen Seite der Brüderstraße gegenüber des Roland Gymnasiums Burg. Zu dem Grundstück gehören ein Fachwerkhaus sowie  das westlich gelegene Backsteinhaus. Eine Zufahrt gibt es nicht, jedoch wäre dies evtl. über die Zerbster Straße 4 möglich. Das Grundstück ist herrenlos, da das Eigentum aufgegeben wurde. Eine notarielle Überschreibung des Grundstückes ist auf jedermann möglich.







Berliner Straße 37

Das beidseitig eingebaute ehemalige Wohn- und Geschäftshaus befindet sich im Nordosten der Altstadt Burg direkt neben der Bibliothek. Das Gebäude ist nur im Obergeschoss als Fachwerk geblieben, das Erdgeschoss wurde bereits vor Jahrzehnten massiv untermauert. Das Haus ist teilunterkellert.




Bergstraße 17

Das leerstehende Wohnhaus befindet sich in der Mitte der Bergstraße. Das Gebäude ist ein eingeschossiger Fachwerkbau mit Zwerchhaus, traufständig mit Satteldach. Das Gebäude ist beidseitig eingebaut.




Große Brahmstraße 11

Das seit vielen Jahren leerstehende Gebäude befindet sich am östlichen Ende der Großen Brahmstraße. Das Gebäude ist ein eingeschossiger, klassizistisch verputzter Fachwerkbau mit Zwerchhaus, traufständig mit Satteldach in straßenbildprägender Ecklage, erbaut spätes 18./frühes 19.Jh., die klassizistische Putzfassade Mitte des 19.Jh.




Berliner Straße 8

Das leerstehende Wohnhaus befindet sich im westlichen Bereich der Berliner Straße, schräg gegenüber der Stadtbibliothek „Brigitte Reimann“ und gehört zu dem signifikantesten historischen Architekturensemble der Stadt Burg. Das Gebäude ist ein zweigeschossiger massiver Putzbau mit Mansarddach.




Blumenthaler Straße 49

Das seit Jahren leerstehende Gebäude befindet sich im südlichen Bereich der Blumenthaler Straße. Das Gebäude ist einseitig angebaut, die rechtsseitige Zufahrt gehört zum Grundstück dazu.




Oberstraße 35

Das leerstehende Gebäude befindet sich im westlichen Bereich der Oberstraße. Es ist die Gesamtanlage eines ehemaligen Ackerbürgerhofes, bestehend aus Wohnhaus (zweistöckiger, traufständiger spätbarocker Fachwerkbau mit Satteldach) und zweistöckigem Fachwerk-Seitenflügel.




Zerbster Straße 1

Das seit 25 Jahren leerstehende Gebäude ist ein städtebaulich wichtiger Wohnbau am Eingang in die Zerbster Straße. Es ist ein weitgehend unverfälscht erhaltener zweigeschossiger (spät)barocker Fachwerkbau mit Mansarddach und seitlicher Tordurchfahrt und einem mittigem Ladeneinbau (19.Jh.).




Oberstraße 48

Das seit kurzem leerstehende Gebäude befindet sich am westlichen Ende der Oberstraße. Das Vorderhaus ist Teil eines Ackerbürgerhofes von 1704; und zählt in der Oberstraße zu den ältesten Gebäuden und ist insofern auch baugeschichtlich von Interesse. Der Hof hat als sogenannter Erbbauhof eine kulturgeschichtliche Besonderheit (300 Jahre im Besitz einer Familie).



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