Brigitte Reimann

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Brigitte Reimann

" ..... Glücklich in des Wortes schönster und tiefster Bedeutung bin ich nur in den Stunden, in denen ich am Schreibtisch sitze und Menschen und Schicksale forme nach meinem Willen ... "

Das schrieb die hier in Burg geborene Schriftstellerin Brigitte Reimann und ihr ganzes Leben, ihr Wollen richtete sie danach aus.
Eines ihrer Werke gab einer ganzen Literaturepoche der DDR die Bezeichnung, die sogenannte "Ankunftsliteratur" (Erzählung: "Ankunft im Alltag") = (Schreibende Arbeiter, Schreibende Werktätige der sozialistischen Landwirtschaft, Kulturschaffende an die Basis, zu den Arbeitern, Bauern ....)

Aber nicht nur für die Literatur der DDR waren ihre Werke von Bedeutung, sondern auch darüber hinaus fanden ihre Werke immer stärkere Beachtung. Die verzweifelnd "Suchende" wurde immer mehr von der überzeugten Sozialistin zur Zweiflerin und unbequemen Fragerin, die sich mit nichts abfand alles in Frage stellte und immer auf der Suche war.

21.07.1933

in Burg geboren, älteste von 4 Kindern des Ehepaares Willi Reimann und Elisabeth Reimann, geb. Besch

1947

Erkrankung an Kinderlähmung (ca. 1/2 Jahr keinen Schulbesuch) nach Wiederaufnahme der Schule Funktionen in der FDJ, Leitung des Theaterzirkels der Schule (Pestalozzi-Schule)

1951

Abitur, Aufnahme aber gleich wieder Abbruch eines Studiums der Theaterwissenschaft in Weimar am ersten Tag, ca. 2-wöchiger pädagogischer Lehrgang, danach Lehrerin in Burg an der Schule, wo sie lernte

1952

Austritt aus der Protest. Kirche, erfolglose Bewerbung um ein Dramaturgiestudium in Jena

1953

Aufnahme in den Jugendverband des Deutschen Schriftstellerverbandes; Beendigung der Lehrertätigkeit; Heirat im Oktober; Ihre erste Erzählung "Katja" erscheint in der Volksstimme

1955

Die Erzählung "Tod der schönen Helena" erscheint.

1956

Veröffentlichung der Erzählung "Die Frau am Pranger", Aufnahme in den Deutschen Schriftstellerverband (November)

1958

Scheidung

1959

Heirat (Schriftsteller Siegfried Pitschmann)

1960

Umzug nach Hoyerswerda, Leitung eines Zirkel "Schreibender Arbeiter" im Kombinat "Schwarze Pumpe". Es erscheint die Erzählung "Das Geständnis" und zusammen mit ihrem Ehemann und Schriftstellerkollegen erscheinen 2 Hörspiele.

1961

"Ankunft im Alltag" erscheint. Sie erhält zusammen mit S. Pitschmann den Literaturpreis des FDGB.

1963

Wahl in den Vorstand des DSV, Mitglied der AG Literatur im ZK der SED, Mitglied einer Kommission des Politbüros für Jugendfragen

1964

Scheidung und erneute Heirat, Sibirienreise mit dem Zentralrat der FDJ

1965

erhält sie den "Heinrich Mann Preis der Akademie der Künste", es erscheint die Reportage "Das grüne Licht der Steppen, Tagebuch einer Sibirienreise"

1968

Erkrankung an Krebs und Operation in Berlin Buch, Umzug nach Neubrandenburg

1970

Scheidung

1971

Heiratet sie ihren Arzt und verstirbt am 20.2.1973 in Berlin

1974

erscheint ihr unvollendeter Roman "Franziska Linkerhand", der von der DEFA unter dem Titel "Unser kurzes Leben" verfilmt wurde.

1983

Veröffentlichung "Brigitte Reimann in Ihren Briefen und Tagebüchern

Weitere Werke

"Aber wir schaffen es, verlaß dich drauf" Briefe an eine Freundin im Westen (1995)
"Ich bedaure nichts" Tagebücher 1955-1963 (1997)
"Alles schmekt nach Abschied" Tagebücher 1964-1970 (1998)
"Sei gegrüßt und lebe" Brigitte Reimann/Christa Wolf (1995)

Die Stadtbibliothek der Stadt Burg trägt den Namen "Brigitte Reimann".



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