Das Großfeuer in der Tuchfabrik vom 18. März 1861

In der Nacht vom 17. zum 18. März 1861 kommt es zu einem Großfeuer in der Tuchfabrik Hundrich an der Ecke Johannesstraße – Turmstraße. Beim Durchqueren eines Torweges durch die Feuerwehr kommt es zu einem plötzlichem Einsturz eines Giebels, wobei 10 Männer der Spritzenmannschaft erschlagen werden.

Den Opfern und zur Erinnerung an jenes traurige Ereignis wird auf dem Westfriedhof ein Gedenkstein (Obelisk) errichtet.

Im Amtsblatt 1861 steht dazu folgender Text:
"Lobenswerthe Handlung. Der Particulier Johann Gottlieb Kühne in Burg hat aus Veranlassung des am 18. März d.J. in der Schmelzschen Tuchfabrik daselbst stattgehabten Brandunglücks der Stadt Burg ein Ackerstück von 3 Scheffel Aussaat im Werthe von 300-400 Thlr. Zu dem Zwecke geschenkt, die Einkünfte davon bis zum 1. April 1875 zum Besten der Hinterbliebenen der am 18. März d.J. bei der Feuersbrunst verunglückten Personen zu verwenden, demnächst aber gemeinschaftlich mit den Revenüen der Gewandschneider-Innung an unbescholtene verarmte Einwohner der Stadt Burg zu vertheilen."

Auszug aus dem Amtsblatt
Auszug aus dem Amtsblatt


Den Obelisken finden Sie noch heute im Goethepark, vorbei an der Schwimmhalle in Richtung Ehrenfriedhof. Einfach den Weg entlang gehen und dann linkerhand einem kleinen Pfad folgen. Der Gedenkstein ist mittlerweile schon beschädigt und mit Moos bewachsen, aber man kann noch Teile der Inschrift erkennen.

Koordinaten: Lon: 11°50'35.206'' E , Lat: 52°16'30.221'' N

 

Quellen:

Chronik der Stadt Burg – Fakten, Zahlen, Geschichten aufgeschrieben von Axel Thiem
Dieses Buche erhalten Sie in der Burg Information.
Amtsblatt der Stadt Burg, 1861



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