Umweltministerin übergibt Urkunde zur Energie-Kommune des Monats an Bürgermeister

19.05.2017 13:48

Landesumweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert übergab am 19. Mai 2017 eine Urkunde womit die Stadt Burg als Energie-Kommune des Monats April 2017 ausgezeichnet wird.

Gewürdigt wurden damit die Erfolge, die die Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken Burg, der Energiegenossenschaft Jerichower Land und vor allem der Burger Wohnungsbaugenossenschaft erzielt wurden. Letztere hat mit dem Mieterstromprojekt "SonnenBurg" einen großen Anteil an dieser Auszeichnung.

Die Ministerin würdigte bei der Übergabe das gemeinsame Handeln vor Ort und bezeichnete die Stadt Burg als beispielgebend für die Nutzung der Sonnenenergie durch Mieter.

Im Rahmen des Mieterstromprojektes betreiben die hiesigen Stadtwerke Photovoltaikanlagen und verkaufen den Solarstrom direkt an die Mieter der Gebäude. Diese erhalten den Sonnenstrom für 20 Jahre zum Festpreis. Das bedeutet Planungssicherheit. In Summe ist der Preis für den Strom vom Mietshausdach günstiger als der Grundversorgungstarif – ein großer Vorteil. Hinzu kommt die Gewissheit, woher ein Teil des verbrauchten Stroms stammt: Nämlich vom Dach direkt über der eigenen Wohnung; aus der Kraft der Sonne und damit klima- und umweltfreundlich. „Das Projekt Sonnenburg ermöglicht den Mietern, direkt von den Kostenvorteilen des Stroms aus Photovoltaikanlagen zu profitieren“, sagt Alfred Kruse, Geschäftsführer der Stadtwerke Burg. Während der Planungszeit hatten die Mieter außerdem Gelegenheit, sich an der Finanzierung der Photovoltaikanlagen zu beteiligen und so vom Stromverkauf zu profitieren. „Die beispielhafte Kooperation von Stadtwerken und Wohnungsbaugenossenschaft zeigt eindrucksvoll, wie die Energiewende vor Ort die städtische Infrastruktur aufwertet und zur Attraktivität unserer Stadt beiträgt“, lobt Bürgermeister Jörg Rehbaum.

Bisher nutzen bereits rund 57 Prozent der Mieter den solaren Mieterstrom. Die von den Photovoltaikanlagen direkt vor Ort erzeugte Strommenge von jährlich 290.000 Kilowattstunden reicht aus, um ein Drittel des Strombedarfs zu decken. Die Stadt Burg ist seit Ende 2016 dabei, ein neues Klimaschutzkonzept zu erarbeiten. Das 2015 angelaufene Mieterstromprojekt ist Inspiration für die Kommunalverwaltung, die das Ziel hat, den Anteil Erneuerbarer Energien in der Stadt zu erhöhen. Derzeit erarbeiten Gemeinde und Bürger gemeinsam weitere Ideen für Maßnahmen, wie Erneuerbare ausgebaut und Energie gespart bzw. effizienter genutzt werden kann.

Ein ausführliches Portrait der Gemeinde Burg ist nachzulesen unter

http://www.kommunal-erneuerbar.de/de/energie-kommunen/energiekommunen/burg.html

 

 

 

Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie LSA Prof. Dr. Claudia Dalbert, Julia Brandt Präsidentin des Landesverbandes für Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt e.V., Marko Mühlstein Geschäftsführer der Landesenergieagentur LSA, Diethelm Harp, Vorstan

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