Beschluss: einstimmig beschlossen

Abstimmung: Ja: 8, Nein: 0, Enthaltung: 1

Aufgrund der vorliegend hohen Ausschreibungsergebnisse der Lose 1 und 2 zu den „Ihlegärten“ wurde das Planungsbüro beauftragt, Einsparungspotenziale aufzuzeigen und einen Puffer zu schaffen, um den geplanten Kostenrahmen zu halten. Besonders im Bereich der Ihleufermauer sind die Kostenschätzungen nach Hochrechnung mit den Preisangaben aus den Ausschreibungsergebnissen der Ihlegärten alarmierend hoch und teurer als bisher angenommen. Es waren entsprechende Varianten bezüglich der Einsparungen zu suchen, ohne dass die Qualität großartig eingebüßt wird.

Herr Heck erläutert anhand der Planunterlagen ausführlich die nunmehr reduzierten Maßnahmen, wie z. B. den Wegfall der senkrecht zur Ihle verlaufenden Flügelmauer bzw. die in der Spielfläche vorgesehene Sitzbank. Die „abgespeckte“ Variante sieht u. a. vor, das Natursteinpflaster im Wegebereich der ehemaligen Fabrik nunmehr durch eine wassergebundene Decke zu ersetzen, statt der Natursteinmauer eine Rasenböschung anzulegen und als Stützmauer am Weinberg eine Gabionenwand zu errichten. Als Ersatz von Natursteinplatten soll für drei Wege eine wassergebundene Decke verwendet werden sowie die als Einfassung der Spielfläche geplante gesonderte Sitzbank ebenfalls wegfallen. Die Einfassung der Ziegelbruchfläche wurde vereinfacht eingepasst und nunmehr eine einfache gerade Stahlkante dafür vorgesehen. Somit können Gesamtkosten von ca. 200 T€/brutto eingespart werden. Herr Heck betont, dass trotz der vorgeschlagenen Einsparungen noch umfangreiche architektonische Elemente erhalten bleiben. Da im Rahmen der Ausführungsplanung noch reichlich Positionen dazu kommen, so Herr Heck, sollte ein Kostenpuffer geschaffen werden, der vor bösen Überraschungen schützt, die möglicherweise im Vergabeverfahren bzw. im Bauprozess unerwarteter Weise auftreten können.

Auf Anfrage von Herrn Ferchland wie die Trennung der geplanten wassergebundenen Wegedecke auf dem Plateau des Weinberges erfolgen soll, erklärt Herr Heck, dass dies ebenfalls mit einer Stahlkante erfolgen soll.

Herr Patté bittet um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Im Vergleich der Entwurfsplanung mit den aktuellen Unterlagen sind zwischen den Weinreben Wege aufgezeigt, die in der neuen Planung nicht mehr farblich eingefärbt wurden, was ist hier vorgesehen?

  1. Weshalb ist die geplante Ruhegelegenheit auf dem ersten Zwischenpodest der Treppe zum Weinberg nicht mehr aufgeführt?

  1. Welches Material ist für die Stufen vorgesehen?

  1. Die geplante Umfassung der Spieltürme sollte barrierefrei errichtet werden, weshalb ist diese in der aktuellen Ausführungsplanung nicht eingezeichnet?

  1. Wie erfolgt die Sicherung zwischen Plateau und Hanglage, wenn keine Mauer mehr vorgesehen ist?

Herr Heck beantwortet die Anfragen wie folgt:

  1. Der Weg wurde im Rahmen der kostenmäßigen und gestalterischen Optimierung herausgenommen. Auf Wunsch der Stadträte könne er aber wieder mit in die Planung aufgenommen werden, da dieser kein Kostenfaktor sei.

  1. Aufgrund der beengten Gegebenheiten wurde bei der planerischen Durcharbeitung entschieden, die Sitzfläche herauszunehmen, die zweite geplante Ruhegelegenheit aber zu belassen. Auch hier kann auf Wunsch die vorherige Variante wieder eingeplant werden.

  1. Für die Stufen wird wie geplant Naturstein verwendet.

  1. Die Randeinfassung der Spielfläche wird barrierefrei, es gibt einen Zugang.

  1. Im Bereich wird die Böschung modelliert und verkehrssicher gemacht, sodass eine Sicherung nicht notwendig ist. Vom Baurecht her besteht kein Gefahrenpotential.

Herr Dr. Vogt fragt nach, ob durch die Reduzierung von Maßnahmen aus Sicht des Planungsbüros gestalterisch Einschnitte in der Attraktivität des Weinbergs vorliegen. Er sei sich nicht sicher, ob nicht wesentliche Elemente des ursprünglichen Konzeptes verloren gehen und gibt zu bedenken, dass z. B. für mehr Rasenböschungen und wassergebundene Wege ein erhöhter Pflegeaufwand erforderlich sei, den es auch nach der LaGa 2018 zu leisten gilt. Er schlägt vor auch in diesem Bereich über eine Gabionenwand nachzudenken, um den Charakter dieser Mauerunterbrechungen zu erhalten. Gleiches gilt für die vorhandene Stützmauer, die ebenfalls erhaltenswert wäre.

Nach Aussagen von Herrn Heck, versucht das Planungsbüro bei den erforderlichen Umplanungen nach Möglichkeit kreativ zu bleiben, um einen Qualitätsverlust zu vermeiden, dies aber nur begrenzt ausreizbar wäre. Dennoch sieht er keine Gefahr, dass dadurch die Attraktivität eingebüßt wird, da Gleichwertiges geschaffen werde.

Des Weiteren interessiert Herrn Dr. Vogt, ob i. S. Durchführung gastronomisch in diesem Bereich etwas vorgesehen sei.

Von der technischen Infrastruktur, so Herr Heck, seien verschiedene Stromanschlüsse in den Bereichen vorgesehen. Die Wasserversorgung soll über den Brunnen laufen sowie über ein Netz von Bewässerungspunkten, um in der Anwachsphase den Park pflegen zu können. Aus planerischer Sicht sei aber keine gastronomische Betreuung vorgesehen, vorstellbar wären kleinere Erfrischungsstationen.

Herr Dr. Vogt sieht hierzu auch einen Bedarf und erklärt, dass es diesbezüglich Angebote geben sollte.

Weiterhin bezieht er sich nochmals auf die zur Ihle verlaufene Flügelmauer und plädiert dafür, diese in der Planung beizubehalten. Diese Ansicht teilt auch Herr Patté.

Herr Voigt ist aufgrund der Aussage von Herrn Heck, dass trotz der Umplanungen keine wesentliche Qualitätsabschläge im Gesamtentwurf auftreten, geneigt, dem Vorschlag zum Entfall der Mauer zuzustimmen, zumal dadurch eine Kostenersparnis von ca. 83 T€ vorliegt.

Nach weiteren Erläuterungen zur aktuellen Planung bekräftigt Herr Heck seine vorab getätigten Aussagen.

Aufgrund dieser Ausführungen sind sich die Stadträte nunmehr einig, den vorgeschlagenen Einsparungen zuzustimmen.

Frau Noack bezieht sich abschließend auf die vom Planungsbüro vorgeschlagenen Rücknahme der als Anlage zur Beschlussvorlage beigefügten Liste zu den Einsparungspotentialen

lfd. Nr. 6 – Ersatz der Stahleinfassung durch Holzeinfassung an der wassergebunden                       Wegedecke in Teilbereichen.

und erklärt in Abstimmung mit Herrn Heck, dass diese Position als Einsparung entfällt und die Stahleinfassung beibehalten werden soll. Somit reduziert sich die Gesamtsumme auf 198.135,00 €.

Zusammenfassend stellt Herr Dr. Vogt fest, dass für das Areal Weinberg mit diesem Vorschlag ein Puffer geschaffen wird, um den Kostenrahmen zu halten.

Herr Dr. Vogt bitte nunmehr um Abstimmung zur abweichenden Beschlussvorlage:

Der LaGa-Ausschuss stimmt dem reduzierten Bauprogramm entsprechend der Anlage in Höhe von 198.135,00 EUR Brutto zu.

Die Änderung zu den Einsparungspotentialen wird den Ausschussmitgliedern als Anlage des Protokolls beigefügt.


Abstimmungsergebnis:

Ja:

8

Nein:

/

Enthaltung:

1