Betreff
Stand Umsetzung Bundesprogramm "Zukunftsfähige Zentren und Innenstädte"
Vorlage
075/2024
Art
Informationsvorlage

Sachverhalt:

Vorbemerkung:

Mit Datum vom 2. November 2024 wurde die nachfolgend dargestellte Änderung des Finanz- und Maßnahmeplans beantragt und am 4.12.2024 genehmigt:

 - 1.1.1 ''Konzepterstellung "Experimentier- und Wirtschaftscampus Innenstadt Burg": Minderkosten in Höhe von 39.895,05 €;

 - 1.2.1 Machbarkeitsstudie(n) für Problemimmobilien im Handlungsraum: Mehrkosten in Höhe von 10.404,55€;

 - 1.3.1 Campusmaster: Mehrkosten in Höhe von 54,892,00 €;

- 1.3.2 Anmietung Ladengeschäft Standort für Campusmaster: Minderkosten in Höhe von 20.000€

- 1.3.3 Öffentlicher Innenstadtworkshop: Mehrkosten in Höhe von 2.198,50 €

 - 1.4.1 Verfügungsfonds: Wegfall der Maßnahme (Kosten; 7.400,00 €).

Die entstehenden Mehrkosten in den einzelnen Maßnahmen können durch die Minderkosten in anderen Maßnahmen ausgeglichen werden, somit wird der Gesamtfinanzierungsrahmen eingehalten. Der Mittelansatz für 2024 wurde um 84.800,16 Euro erhöht. Hierdurch ergibt sich in der Finanzierungsplanung eine Erhöhung der Bundesmittel von 74.720,14€ im HH-Jahr 2024. Gleichzeitig reduziert sich der Mittelansatz für 2022/2023 um diese Summe. Der Fördergegenstand (FG) 4 „Einrichtung eines projektbezogenen Verfügungsfonds'' wird aus dem Zuwendungszweck herausgestrichen. Die Gefährdung des Zuwendungszwecks ist hiervon nicht berührt.

Auf Grund der 1. Änderung ergibt sich folgende Mittelbereitstellung (90%):

- bis zu                            0,00 Euro                                im Haushaltsjahr 2022
- bis zu                 136.799,86 Euro                              im Haushaltsjahr 2023
- bis zu                 200.520,14 Euro                              im Haushaltsjahr 2024
- bis zu                   89.280,00 Euro                              im Haushaltsjahr 2025.

Stand der Mittelinanspruchnahme im Jahr 2023:

Maßnahme

Plan 2023 in €

Ist 2023 in €

Plan 2024 in €

Konzepterstellung

40.083,96

40.083,80

10.020,99

Machbarkeitsstudie für Problemimmobilien

0,00

0,00

22.704,55

Campusmaster für Campusmanagement

89.057,38

89.057,40

103.074,62

Anmietung Ladengeschäftt

3.000,00

3.000

6.000,00

Durchführung Innenstadtworkshop

9.698,50

9.698,50

0,00

Verfügungsfonds

0,00

0,00

0,00

Campusmarketing/Öffentlichkeitsarbeit

4.000,00

3.949,56

36.000,00

Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität

0,00

0,00

45.000,00

Herrichtung Ladengeschäft

5.760,00

5.593,97

0,00

Gesamt

151.599,84

151.383,23

222.800,16

Mit Datum vom 14. November 2023 wurde der 1. Mittelabruf in Höhe von 136.597,13 eingereicht. Die Mittel wurden weitestgehend innerhalb der 6-Wochen-Frist verausgabt.

Der geänderte und derzeit geltende AFP ist als Anlage 1 beigefügt.

Maßnahme 1.1.1 – Konzepterstellung

Die Maßnahme wurde in einem Offenen Verfahren nach § 15 VgV ausgeschrieben. Auf Grund einer Vergaberüge eines Bieters musste das erste Verfahren aufgehoben werden und die erneute Veröffentlichung wurde erforderlich. Die Vergabe erfolgte an die Gründerschiff UGG aus Konstanz mit Auftrag vom 26.09./ 30.09.2023. In den Werkstattgesprächen - ab dem zweiten Termin „WerkStadtgespräch“ - wurden Interessierte über den Findungsprozess des Campusthemas informiert und aktiv in die Entwicklung des Campus eingebunden. Die Termine und allgemeinen Inhalte der einzelnen Veranstaltungen können der untenstehenden Tabelle entnommen werden:

Datum

Inhalte

Werkstattgespräch I

12. Dezember 2023

Ist-Zustand, Diskussion über Herausforderungen und Chancen

WerkStadtgespräch II

23. Januar 2024

Vorstellung des neuen Campusnamens, Ideensammlung zu möglichen Umsetzungskonzepten

WerkStadtgespräch III

05. März 2024

Vorstellung der Leitziele,
-aufgaben und -projekte des Campus

WerkStadtgespräch IV

17. April 2024

Vorstellung des Campuskonzepts

Werkstattgespräch I

Teilnehmer: Mitglieder der Stadtverwaltung, interessierte Bevölkerung (darunter aktuelle und Stadträte a.D., Immobilieneigentümer, Gewerbetreibende); insgesamt: 29 TN

Im ersten Werkstattgespräch wurden die Herausforderungen und Chancen der Burger Innenstadt erläutert und eine Aufbruchsstimmung geschaffen. Den Teilnehmenden wurde klar, dass für die erfolgreiche Umsetzung der Campusidee auch sie aktiv werden müssen.

WerkStadtgespräch II

Teilnehmer: Mitglieder der Stadtverwaltung, interessierte Bevölkerung (darunter aktuelle und Stadträte a.D., Immobilieneigentümer, Gewerbetreibende); insgesamt: 32 TN.

Das zweite Gespräch wurde mit Blick auf den gewählten Campustitel „Burg – WerkStadt der Träume“ in WerkStadtgespräch umbenannt. In der Veranstaltung wurde der neue Titel des Campus vorgestellt und bisher geplante Belebungsmaßnahmen für die Innenstadt erläutert. Der Name wurde von den Teilnehmenden größtenteils neutral aufgenommen und im anschließenden interaktiven Teil der Veranstaltung direkt aufgegriffen. Die Teilnehmenden wurden aufgefordert, Ideen zu sammeln, wie die WerkStadt der Träume in Burg umgesetzt werden könnte. Nach der Ideensammlung wurden mögliche Problemstellen bei der Umsetzung diskutiert und insbesondere darauf eingegangen, wer die genannten Ideen umsetzen könnte. Dabei wurde klar, dass die WerkStadt der Träume nur durch das Engagement der gesamten Bevölkerung verwirklicht werden kann. Die Veranstaltung hat klar gemacht, dass eine Belebung der Burger Innenstadt nur durch proaktives Engagement der Bevölkerung geschafft werden kann. Das Campusbüro bietet Interessierten Gewerbetreibenden, Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Privatpersonen Unterstützung.

WerkStadtgespräch III

Teilnehmer: Mitglieder der Stadtverwaltung, interessierte Bevölkerung (darunter aktuelle und Stadträte a.D., Immobilieneigentümer, Gewerbetreibende, Vertretung des Seniorenvereins und weitere Vereine); insgesamt: 35 TN.

Die zentralen Ziele, Aufgaben und Projekte des Campus und dessen Management wurden vorgestellt und diskutiert. Die Aufgaben bauen dabei auf den Zielen auf und tragen zu ihrer Erfüllung bei. Die Leitprojekte sind konkrete Handlungen, durch die das Campusmanagement seine Aufgaben erfüllt. Es wurde erneut betont, dass nicht das Campusmanagement allein die Innenstadt lebendig machen kann, sondern Eigeninitiative der Bevölkerung benötigt wird. Diese kann das Campusmanagement anstoßen und steuern, die entstehenden Ideen aber nicht allein umsetzen. Im interaktiven Teil der Veranstaltung wurden Ideen für bauliche Maßnahmen im Außenbereich der Innenstadt gesammelt, mit denen die Aufenthaltsqualität gesteigert werden könnte. Der Campus und seine Bestandteile sind Visionen, die in Burg umgesetzt werden sollen. Dabei geht es nicht darum, diese 1:1 realisieren zu können, sondern kreative Lösungen zu finden, wie durch Engagement und Eigeninitiative die Innenstadt belebt werden kann.

WerkStadtgespräch IV

Teilnehmer: Mitglieder der Stadtverwaltung, interessierte Bevölkerung (darunter aktuelle und Stadträte a.D., Immobilieneigentümer, Gewerbetreibende, Vertretung des Seniorenvereins und weitere Vereine); insgesamt: 45 TN.

In einer Zusammenfassung wurde der Entwurf des Konzeptes vorgestellt (Anlage 2). Im Speziellen wurden die Neuentwicklung eines Leitbildes, Entwicklungshemmnisse, Thesen zur Stadtentwicklung und Realisierungsvoraussetzungen besprochen. Im Anschluss hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit Fragen zu stellen, die im direkten Anschluss beantwortet wurden. Der vorgestellte Entwurf fand überwiegend positive Resonanz.

Im Rahmen der Konzepterstellung wurden Experteninterviews durchgeführt. Für die Experteninterviews wurden insgesamt 10 Personen angefragt. Drei davon konnten für ein Interview gewonnen werden. Gesprochen wurde mit dem für Burg zuständigen Büro der IHK Magdeburg, dem Fachbereich Stadtentwicklung der Stadt Burg sowie einem Vertreter der SPD im Burger Stadtrat.

In den Interviews wurden die Experten über ihre Einschätzung der Burger Innenstadt sowie mögliche Entwicklungspotenziale befragt. Zusätzlich wurde über das wirtschaftliche und touristische Potenzial der Stadt und notwendige Handlungsfelder gesprochen. Der Tenor der Gespräche war, dass Unternehmungen angestellt werden müssen, um die eingeschlafene Innenstadt wieder mit Leben zu füllen. Konkrete Beispiele, die genannt wurden, war ein Wiederaufleben des Händlerfrühstücks sowie die Wiederbelebung von Plänen zur Ansiedlung von Pendelnden nach Magdeburg. Auch sollte sich bemüht werden, die einzelnen Gebiete der Stadt nicht einzeln, sondern als Ganzes zu betrachten: das Potenzial der Schönheit der Altstadt und der durchdacht angelegten gartenähnlichen Parks muss im Innenstadtcampus mitgedacht und integriert werden. Auch die Bedeutung des INTEL Standorts in Magdeburg wurde diskutiert. Laut Einschätzung der Expert*innen können sich hier Potenziale für die Stadt Burg für die Ansiedlung von Zulieferern und Pendelnden bieten. Insgesamt sehen die Experten großen Handlungsbedarf in Burg. Jedoch bestehen bereits ansatzweise Strukturen, an die der Innenstadtcampus anknüpfen kann.

Im weiteren Verlauf erfolgt die Beratung in den Ausschüssen und Beschlussfassung des Konzeptes im Stadtrat am 12. Juni 2024. Das Konzept soll Handlungsleitfaden bis zum Jahre 2035 sein.

Maßnahme 1.2.1 – Machbarkeitsstudien für Problemimmobilien im Handlungsraum

Zunächst erfolgte die Kontaktaufnahme zu Eigentümern von leerstehenden, aber städtebaulich prägenden Objekten. Es fanden Gespräche mit den Eigentümern der Objekte

- Nr. 1 - Gummersbacher Platz 1
- Nr. 2 - Apparatebau (Magdeburger Str. 6 -7)

statt.

Die Eigentümer der Objekte Schartauer Str. 69 sowie Markt 20 konnten bisher nicht ermittelt werden.

Bei Eigentümer Objekt Nr. 1 bestehen konkrete Entwicklungsabsichten, die mit den Vorstellungen der Stadt weitestgehend einhergehen könnten. Problematisch ist die Finanzierung. Seitens des Eigentümers wurde dargelegt, dass sowohl ein Verkauf als auch eine Entwicklung mit Co-Investoren vorstellbar sein. Es wurden erste Interessenten an den Eigentümer vermittelt. Auf Grund der sich ergebenden Entwicklungsvarianten gehen wir davon aus, dass hier eine Machbarkeitsstudie nicht mehr erforderlich ist.

Bei Eigentümer Objekt Nr. 2 ist sowohl eine Eigennutzung der hinterliegenden Flächen als auch eine Veräußerung des Grundstückes denkbar. Der Zuschnitt, die Bebauungssituation, die Lage und auch die Größe des Areals sowie die Situation der angrenzenden Grundstücke sollten hierbei aber im Gesamtkontext betrachtet werden. Insbesondere die Verzahnung des Erhalts der straßenbegleitenden Bebauung, die Entwicklung und Anbindung der Innenräume zur Belebung der Innenstadt stellen eine Herausforderung dar. Eine Machbarkeitsstudie kann mit entsprechender Aufgabenstellung Aufschluss darüber geben, ob die Umnutzung sowie Neugestaltung des Areals rentabel sind, welche Hindernisse es gibt und welche Chancen sich bieten. Die Machbarkeitsstudie wäre eine Grundlage für weitere fundierte Entscheidungen. Die Aufgabenstellung für das Objekt Nr.  2 wird vorbereitet. Die erforderliche europaweite Ausschreibung soll zeitnah erfolgen. Die für dieses Jahr geplanten Haushaltsmittel müssen noch umgesetzt werden.

Maßnahme 1.3.1 – Installation eins Campusmasters für das Campusmanagement

Die Maßnahme wurde in einem Offenen Verfahren nach § 15 VgV ausgeschrieben. Auf Grund einer Vergaberüge eines Bieters musste das erste Verfahren aufgehoben werden und die erneute Veröffentlichung wurde erforderlich. Die Vergabe erfolgte an die Gründerschiff UGG aus Konstanz mit Auftrag vom 26.09./ 30.09.2023. Zunächst erfolgten vorbereitende Arbeiten zur Installation des Campusmanagements. Mit Eröffnung des Campusbüros im Dezember 2023 war die örtliche Präsenz des Campusmanagers im Handlungsraum gegeben.

Im Zeitraum von Dezember bis April lag der Fokus der Tätigkeiten des Campusmanager insbesondere auf

- Planung, Organisation und Koordination von Maßnahmen zur Entwicklung und Belebung des Handlungsraumes;
- Koordination und Begleitung zur Vertiefung von Verfahren und Konzeptionen
- Koordination von Veranstaltungen inclusive Budgetplanung, - überwachung und Fördermittelbeantragung;
- Sprechstunden im Campusbüro;
- Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit mit den lokalen Unternehmen und der Verwaltung;
- Kommunikation mit verschiedenen Interessengruppen – z. B. Eigentümeransprache – Netzwerkarbeit
- Unterstützung bei Beantragung und Abwicklung von Förderverfahren
- Verwaltung öffentlicher Ressourcen.

Durch das Campusmanagement wurden in Vorbereitung kommender Maßnahmen zur Belebung des Handlungsraumes 5 Fördermittelanträge erarbeitet und eingereicht:

- Aktions- und Initiativfonds – 1. Offenes Puppen- und Kindertheaterfestival
- Förderprogramm „Ehrenamt gewinnen. Engagement binden. Zivilgesellschaft stärken bei der IMG für Nachbarschaftsfilmfest
- Antrag bei LAGFA – Netzwerkstelle für engagierte Nachbarschaft – für Tag der Nachbarschaft
- Programm Allzeitorte für Belebung Gummersbacher Platz – leider nicht bewilligt
- Programm „Kultur macht stark“ – Künste öffnen Welten – Mobbing und Rassismus im Grundschulalter – Projektträger Benvivo

Nächste Schwerpunkte sind die Durchführung des 1. Offenen Puppen- und Kindertheaterfestivals im Rahmen der Kinderwoche Ende Mai/Anfang Juni sowie die Organisation eines Eigentümerdialogs.

Maßnahme 1.3.2 – Anmietung Ladengeschäft als Standort für Campusmanagement

5 Eigentümer von Objekten mit leerstehenden Ladengeschäften, die als Standort für das Campusmanagement geeignet schienen, wurden im Oktober letzten Jahres im Sinne einer freihändigen Vergabe angeschrieben. Die Rücklaufquote war sehr gering, nur 2 Eigentümer hatten Interesse an einer Vermietung. Die Anmietung des Ladengeschäftes in der Magdeburger Straße 4a erfolgte zum 1. Oktober 2023. Der Mietvertrag ist bis zum 31.08.2023 befristet.
Vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit des Campusmanager im Büro musste die Ausstattung wie Anschaffung von Büromöbeln, Besprechungsequipment sowie technische Infrastruktur veranlasst werden (siehe MNR 1.8.2). Die Eröffnung des Büros erfolgte öffentlichkeitswirksam am 7. Dezember 2023. Die Sprechstunde des Campusmanagers erfolgt jeweils montags. Seitdem erfolgt eine rege Nutzung, die jedoch ausbaufähig ist. Eine Übersicht über die bisher erfolgten Nutzungen ist der Anlage 3 zu entnehmen.

Maßnahme 1.3.3 – Durchführung öffentlicher Innenstadtworkshop

Die Maßnahme wurde in einem Offenen Verfahren nach § 15 VgV ausgeschrieben. Auf Grund einer Vergaberüge eines Bieters musste das erste Verfahren aufgehoben werden und die erneute Veröffentlichung wurde erforderlich. Die Vergabe erfolgte an die Gründerschiff UGG aus Konstanz mit Auftrag vom 26.09./ 30.09.2023.

Vorbereitungsworkshop

Im Zentrum des verwaltungsinternen Vorbereitungsworkshops am 23. Oktober 2023 - an dem Vertreter verschiedener Fachbereich der Stadtverwaltung teilnehmen - stand eine umfassende Bestandsaufnahme und aufbauend darauf eine Bewertung und Verständigung auf gemeinsame Positionen der Stadtverwaltung. Um bereits intern die Vielschichtigkeit von teilweise komplexen und sich gegenseitig bedingenden Entwicklungen und Mechanismen sowie die verschiedenen Blickwinkel erfassen und abbilden zu können, wurden alle Fachbereiche der Stadtverwaltung sowie Mitarbeiter, die in ihrem Aufgabenbereich Schnittstellen zum Handlungsraum aufweisen, hinzugezogen. Der Vorbereitungsworkshop war Grundlage für die Zielausrichtung des Zukunftsworkshops.

Perspektivworkshop

Der Perspektivworkshop fand am14. November 2023 in den Räumen des Malzclubs in der Schartauer Straße in Burg statt. Teilnehmer waren interessierte Bürgerinnen und Bürger (aus Gastronomie, Einzelhandel, Eigentümerschaft, Kulturschaffende, Vereine) sowie Mitglieder der Verwaltung; insgesamt nahmen 45 Personen teil.

Ziel des Workshops war die Information der Bürgerschaft über das Projekt sowie ihre Einbeziehung in die erfolgreiche Umsetzung. Der Fokus lag auf der Entwicklung von übergreifenden Ideen für eine thematische Ausrichtung des Campus sowie darin gewünschte und miteinander verknüpfbare Nutzungselemente. Für eine kontinuierliche Beteiligung wurde ein motivierender Einstiegspunkt geschaffen werden.

Im Fazit ist feststellen, dass die Bevölkerung Interesse an einer Belebung des Handlungsraumes hat. Die Ergebnisse und Positionen fanden im Konzept (MNR 1.1.1) Berücksichtigung. Die Maßnahme ist abgeschlossen.

Maßnahme 1.4.1 – Verfügungsfonds

Mit 1. Änderungsantrag wurde die Streichung der Maßnahme beantragt und mit 1. Änderungsbescheid genehmigt. Zum einen konnten die erforderlichen zusätzlichen Eigenmittel nicht gebunden werden. Zum anderen wurde eingeschätzt, dass der Aufwand zur Umsetzung der Maßnahme nicht opportun zum zu erwartenden Ergebnis ist. Die freiwerdenden Mittel wurden umgeschichtet und zur Deckung entstehenden Mehraufwandes in anderen Projekten eingesetzt werden.

Maßnahme 1.7.1 – Campus-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Zur Information der Stakeholder und der Öffentlichkeit zu informieren, werden verschiedene Medien genutzt:

- Berichte auf der Website der Stadt Burg
- Berichte auf dem Facebook-Account „Stadt Burg – mitgestalten“
- Nachrichtenportal Meetingspoint Jerichower Land
- Berichterstattung zum Geschehen im Handlungsraum in der Volksstimme Burg.

Zur Unterstützung der anstehenden Marketingkampagnen sowie zur Erhöhung des Bekanntheits- und Identifizierungsgrades des Projektes und seiner Protagonisten wurden die Erstellung entsprechender Materialien beauftragt. Dazu gehören u. a. Banner, Roll-Ups, Fahnen, Kugelschreiber mit entsprechendem Aufdruck usw.

Am 4. Mai 2024 fand im Rahmen des Tages der Städtebauförderung in Kopplung mit dem Projekt „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ein Quartiersspaziergang mit interessierten Bürgern, Vertretern der örtlichen Politik sowie der Verwaltung in der Einkaufsstraße statt. Gemeinsam mit dem BM sowie dem Campusmanagement wurden zentrale Bereiche erlauben, um herauszufinden, wo kleine Dinge viel bewirken können. Gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt, geplante bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu thematisieren. Das Campusmanagement gab einen Ausblick auf die Planung der kommenden Monate. Durch den Weitblick e.V. wurden die Perspektivplanungen für die Umgestaltung des Burger Kinos vorgetragen. Insgesamt nahmen 20 Personen am Quartiersspaziergang teil.

Am 31. Mai 2024 findet in der Innenstadt das 1. Offene Puppen- und Kindertheaterfestival statt. Die Veranstaltungen finden am 31.5.2024 von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr an verschiedenen Standorten statt. Zur Ergänzung der Veranstaltung sowie zur Etablierung für die kommenden Jahre wurde im Rahmen des Bundesprogrammes ein Lebendact als Aktionsprogramm engagiert.

Die Einzelmaßnahmen werden in Abstimmung auf das Konzept (MNR. 1.1.1) nach § 3 Abs. 9 VgV vergeben. Der Nettowert dieses Loses liegt unter 80.000 EUR. Der Nettowert übersteigt nicht 20 % des Gesamtwertes aller Lose, somit können diese nach der UVgO im nationalen Verfahren vergeben werden.

Die weiteren Maßnahmen werden in den kommenden Wochen abgestimmt.

Maßnahme 1.8.1 – Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im Campusbereich

Die umzusetzenden Maßnahmen werden derzeit konzipiert. Im interaktiven Teil der 3. StadtWerkstadt wurden Ideen für bauliche Maßnahmen im Außenbereich der Innenstadt gesammelt, mit denen die Aufenthaltsqualität gesteigert werden könnte. Im Rahmen des Quartiersspaziergang wurden dies gleichfalls thematisiert. Die erarbeiteten Maßnahmen wurden kategorisiert und mit einer Matrix bewertet (siehe IVL Nr. 078-2024). Dies soll die Grundlage für die weiteren Umsetzungsschritte sein. Der Fördergegenstand ist gegenwärtig noch mit einer Ausgabesperre durch den Fördermittelgeber belegt. In diesem Jahr sind Mittel in Höhe von 45.000 EUR zur Umsetzung vorgesehen; insgesamt stehen 93.000 EUR zur Verfügung. Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines offenen Verfahrens gem. § 15 VgV; die Leistungen sind europaweit auszuschreiben.

Maßnahme 1.8.2 – Herrichtung eines Ladengeschäfts als Standort für den Campusmaster (Miete)

Die erforderliche Ausstattung und Herrichtung des Ladengeschäfts Magdeburger Straße 4a als Campusbüro ist erfolgt und abgeschlossen. Ebenso wurde eine entsprechende Außenwerbung am Objekt angebracht, gleichfalls der Hinweis auf das Förderprogramm. Die Einzelmaßnahmen wurden nach § 3 Abs. 9 VgV vergeben. Der Nettowert dieses Loses liegt unter 80.000 EUR. Der Nettowert übersteigt nicht 20 % des Gesamtwertes aller Lose, somit konnten diese nach der UVgO im nationalen Verfahren – freihändige Vergabe - vergeben werden. Es wurden 3 Angebote eingeholt. Die Maßnahme ist abgeschlossen.


Der Stadtrat nimmt den nachfolgenden Sachstandsbericht nebst Anlagen zur Kenntnis.


Finanzierung:

Durch die Ausführung des vorgeschlagenen Beschlusses entstehen folgende Auswirkungen auf den Haushalt:

Gem. Anlage 1 – Ausgaben- und Finanzplan/1. Änderung