Aufgrund vermehrt auftretender Hinweise von Eltern schulpflichtiger
Kinder zu Gefährdungen auf den Schulwegen, hier: Beschwerde vom 05.09.2017
Bürgermeistersprechstunde zur Grundschule Albert Einstein, Beschwerdeschreiben
vom 19.10.2017 zur Grundschule Burg Süd,
sowie Beschwerdeschreiben vom 19.10.2017 zur Pestalozzi) ist die
Stadtverwaltung der Auffassung, dass separierte Einzelmaßnahmen an den
entsprechenden Schulstandorten, aufgrund des Umfangs der vorgetragenen
Hinweise, nicht ausreichend sind. Vielmehr ähneln sich die vorgetragenen
Beschwerden derart, dass eine ganzheitliche Betrachtung erforderlich erscheint.
Die Stadtverwaltung empfiehlt entsprechend im Rahmen der Überlegungen der
im 2. Halbjahr gebildeten Arbeitsgruppe, ein Schulwegsicherungskonzept (SWSK),
in Anlehnung an das Konzept der Stadt Potsdam (Anlagen; Auszüge), zu erstellen.
Das SWSK der Stadt Burg soll alle Schulen im Stadtgebiet beinhalten. Dies
sind in Trägerschaft der Stadt Burg: die Grundschulen Albert Einstein, J.H.
Pestalozzi, Burg-Süd und Niegripp, in Trägerschaft des Landkreises Jerichower
Land: die Förderschulen "Dr. Theodor Neubauer und Lindenschule, die
Sekundarschulen Carl-von-Clausewitz und A. Diesterweg, das Roland-Gymnasium und
die Berufsbildende Schule Conrad Tack, sowie in freier Trägerschaft die
evangelische Grundschule.
Im Ergebnis der Erstellung des SWSK sollen Schulweggrundpläne inkl.
Maßnahmekatalog, sowie Schulwegpläne für jede Schule entstehen. Die Schulweggrundpläne inkl. Maßnahmekatalog
sollen differenziert nach Standorten, Aufschluss
zu den jeweiligen IST-Zuständen geben, sowie einen in kurz-, mittel- und
langfristige Ziele und nach Dringlichkeit, Umsetzbarkeit und Kosten
priorisierten Soll-Zustand, mit Auflistung von Verbesserungsmöglichkeiten,
beinhalten. Er stellt das wichtigste Argumentationsmittel für die
Umsetzung von Maßnahmen dar.
Der Schulwegplan der jeweiligen Schule soll die
für die Schulanfänger relativ sichersten und angenehmsten Wege zur Schule
aufzeigen und auf gefährliche Stellen oder Strecken aufmerksam machen. Er soll
eine Empfehlung geben, welcher Weg zu jeder einzelnen Schule gewählt und geübt
werden soll. Erarbeitet werden sollen die Schulwegpläne in den Schulen in
Zusammenarbeit mit Behörden, Eltern, Lehrkräften und Schülern.
Generell soll sich die Verkehrssicherheitsarbeit
auf vier Handlungsfelder konzentrieren: Mensch, Verkehrsplanung,
Verkehrsregelung und Verkehrskontrolle. Das Handlungsfeld Mensch ist in die
Bereiche Verkehrserziehung Schüler, Sensibilisierung Eltern und andere Verkehrsteilnehmer,
das Handlungsfeld Verkehrsplanung in die Bereiche Übersichtlichkeit, Geh- und
Radwegenetz und Bushaltestellen / Schülerbeförderung, das Handlungsfeld
Verkehrsregelung in die Bereiche Geschwindigkeitsreduzierungen, Querungshilfen
/ Fußgängerüberwege, Parkflächen sowie Schülerlotsen und das Handlungsfeld
Verkehrskontrolle in die Bereiche Überwachung des fließenden und ruhenden
Verkehrs untergliedert. Bei allen vier Handlungsfeldern steht immer die
Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen im
Mittelpunkt. Ziel ist es, die Sicherheit des Menschen im gesamten Verkehr zu
gewährleisten.
Erreicht werden können diese Ziele nur auf Basis einer umfassenden
IST-Zustandserfassung. Hierbei ist es der Arbeitsgruppe SWSK wichtig, dass der
Vorortbegehung des jeweiligen Schulstandortes mit Fotodokumentation, Erfassung
Lage, Temporegelung, Ein- und Ausgangssituation, Beschilderung und
Lichtzeichen, Gehwege, ÖPNV, Verkehrseinschätzung, Parkflächen, etc. eine
Umfrage der Schüler, Eltern, Schulsekretariat, Lehrer und Schulleitung
vorhergeht, welche Basis für die gezielte Betrachtung nach den Handlungsfeldern
ist. Nur so kann der Erfahrungswert derjenigen die den Schulweg täglich nutzen
erfasst und in der Defizit- und Gefahrenanalyse vollständig berücksichtigt
werden.
Eine Umfrage zu den Schulwegen der Grundschulen in Trägerschaft der Stadt
Burg erfolgte bereits im Oktober 2017. Auch hier zeigte sich ein
schulübergreifendes fast Deckungsgleiches Bild bei der Benennung von
Problemstellen. So sind im Handlungsfeld Verkehrsplanung fehlende Fußgängerüberwege sowie
Sichtbehinderungen u.a. durch parkende Pkw`s und im Handlungsfeld Verkehrskontrolle zu
schnell fahrende Pkw´s die Hauptnennungen. Das Handlungsfeld Verkehrsregelung war in der Umfrage nachrangiger
und das Handlungsfeld Mensch mit keiner Nennung vertreten. Eine analoge Umfrage
des Landkreises Jerichower Land für die in seiner Trägerschaft befindlichen
Schulen soll im Februar 2018 erfolgen.
Mit der ersten Zusammenkunft der Arbeitsgruppe SWSK im Dezember 2017
konnten zu dem Landkreis Jerichower Land, welcher für die Erstellung eines
umfassenden Konzeptes für alle Schulen im Stadtgebiet als Träger der
weiterführenden Schulen ein unerlässlicher Partner ist, weitere Externe
gewonnen werden. Hierzu zählen Vertreter der Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt
e.V. sowie der Polizei ebenso wie Vertreter der Schulleitung, des
Stadtelternrates und der Schulelternräte. Der Landkreis Jerichower Land
entsendet entsprechend Vertreter der jeweiligen Fachämter (Schulamt,
Straßenverkehrsbehörde, etc.) zu den Arbeitsgruppensitzungen.
Der erste Entwurf des Schulwegsicherungskonzeptes soll noch im 1. Halbjahr 2018 erstellt und im Stadtrat vorgestellt werden.
Hinweis zu den finanziellen Auswirkungen:
Voraussichtlich werden einzelne aus dem SWSK abzuleitende Maßnahmen mit Kosten verbunden sein. Diese sind jedoch im derzeitigen Stand der Erarbeitung noch nicht darstellbar.
Anlagen:
Der Stadtrat der Stadt Burg beauftragt die Verwaltung zur Erarbeitung eines Schulwegsicherungskonzeptes für das Stadtgebiet Burg
Finanzielle Auswirkungen ?
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X |
ja |
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nein |
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Gesamtkosten der Maßnahmen
(Beschaffungs- Herstellkosten) |
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davon Zuschüsse: |
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jährliche Folgekosten/-lasten |
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Land: EUR |
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EUR |
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Sonstige: EUR |
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Veranschlagung
im Teilhaushalt
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Produktsachkonto |
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Folgejahr: |
EUR |
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Verfahrensweise gegenüber der Kommunalaufsicht
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Genehmigung |
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Anzeige |
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nicht erforderlich |
